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PATIENTEN

Bluthochdruck

Bluthochdruck ist eine Erkrankung
Bei Bluthochdruck (Hypertonie) ist der Druck in den Gefäßen erhöht. Bluthochdruck wird behandelt, um den erhöhten Druck zu senken und lebensbedrohliche Folgekrankheiten wie Herzinfarkt und Schlaganfall zu verhindern. Das wichtigste Ziel bei der Behandlung von Bluthochdruck ist deshalb die dauerhafte Senkung des Blutdrucks auf einen normalen Wert.
Untersuchungen des Robert-Koch-Instituts haben gezeigt, dass noch immer fast jeder Dritte Deutsche einen zu hohen Blutdruck hat. Eine relevante Reduktion dieser Ereignisse kann aber schon durch eine Verringerung des Blutdrucks von nur wenigen Millimeter Quecksilbersäule (mm Hg) erreicht werden*.
Wie bemerke ich zu hohen Blutdruck?
Ein zu hoher Blutdruck wird häufig zu spät festgestellt, da er keine Schmerzen verursacht und die Anzeichen leicht anderen Ursachen zugeordnet werden können. Klarheit bringt die Blutdruckmessung.
Symptome für hohen Blutdruck können sein:
  • Schwindel und Ohrensausen
  • Herzrasen
  • Druck-/Engegefühl in der Herzgegend
  • Schweißausbrüche
  • Nasenbluten
  • Sehstörungent
  • Kopfschmerzen (vor allem nachts und morgens)
  • Nervosität, Gereiztheit, Konzentrationsstörungen
Ursachen des Bluthochdrucks
In die Regulation des Blutdrucks greift eine Reihe von Parametern ein, die auch heute noch nicht alle vollständig erforscht sind. Bei 90 Prozent der Hypertoniker ist eine organische Ursache nicht erkennbar. Jedoch gibt es begünstigende Faktoren für die Ausbildung eines hohen Blutdrucks. Neben der ererbten Veranlagung sind dies zu wenig Bewegung, ungesunde Ernährung, Übergewicht und Stress.
Blutdruckwerte und ihre Bedeutung
Die Deutsche Hochdruckliga e.V. hat Blutdruckwerte klassifiziert. Ein Blutdruck von 120 / 80 mm Hg ist normal. Niedrigere Werte sind optimal. Auch Werte zwischen 120 / 80 mm Hg und 129 / 84 mm Hg sind normal. Liegt ein Blutdruck zwischen 130 / 85 mm Hg und 139 / 89 mm Hg, so gilt das als „hoch normal“. Das heißt, er ist zwar ein wenig zu hoch, aber noch normal.
Erst ab einem Wert von 140 / 90 mm Hg und höher spricht ein Arzt von Hypertonie. Blutdruckwerte zwischen 140 / 90 mm Hg und 159 / 99 mm Hg werden als leichte Hypertonie bezeichnet. Ein Blutdruck zwischen 160 / 100 mm Hg und 179 / 109 mm Hg ist mittelschwer. Noch höhere Werte werden als schwere Hypertonie eingeordnet.
Therapie
Das wichtigste und wirksamste Mittel gegen Bluthochdruck ist eine gesunde Lebensweise, wodurch in leichteren Fällen auf Medikamente verzichtet werden kann.
Hierzu gehört:
  • Normalgewicht anstreben
  • mäßiger Alkoholgenuss
  • wenig Kochsalz zu sich nehmen
  • gesunde Ernährung
  • Verzicht auf Nikotin
  • regelmäßige körperliche Betätigung
  • regelmäßiger Tagesablauf mit Pausen für Erholung und Entspannung


Wenn der Blutdruck hierdurch nicht oder nicht ausreichend gesenkt werden kann, leitet der Arzt eine medikamentöse Therapie ein. Die Arzneimittel senken den Blutdruck, aber sie können die Hypertonie nicht heilen. Viele Betroffene müssen für den Rest ihres Lebens Medikamente nehmen.
Komplexer Mechanismus erfordert oft mehrere Wirkstoffe
Der Blutdruck des Menschen wird von mehreren sehr unterschiedlichen Faktoren reguliert. Dazu kommt, dass der Organismus einen dauerhaft erhöhten Blutdruck als „neue Normalität“ definiert und diese dann versucht zu erhalten. Das führt dazu, dass zwei von drei Hypertonikern mindestens zwei Wirkstoffe zur Senkung ihres Blutdrucks brauchen, viele sogar drei. Die Einstellung der Blutdrucksenkung mit verschiedenen Wirkstoffen und unterschiedlichen Wirkstärken nimmt eine gewisse Zeit in Anspruch, da jeder Patient individuell reagiert.
Weitere Informationen
Antworten auf viele weitere Fragen zum Bluthochdruck finden Sie hier:
https://www.hochdruckliga.de/bluthochdruck.html
* Robert Koch Institut. Epidemiologisches Bulletin 5/2015. 2. Februar 2015